Bei der Arbeit in seiner Werkstatt: Maik Kämpfer von Wooden Signs kreiert individuelle Holzschilder.

Mit viel Leidenschaft aus Holz gemacht – Maik Kämpfer von Wooden Signs

Es riecht nach Holz, leicht süßlich, an den Wänden hängen Dübel, Bohrmaschinenaufsätze und Messgeräte. Auf einer Werkbank liegt noch eine dünne Schicht Holzstaub. „Sonst ist es hier aber nicht so aufgeräumt“, sagt Maik Kämpfer und lacht. In seiner Werkstatt entstehen seit gut einem Jahr unter dem Namen Wooden Signs individuelle Holzschilder. Dabei hatte er lange Zeit eher mit Metall zu tun. „Bei der Entscheidung bin ich damals falsch abgebogen“, sagt Maik Kämpfer mit einem Lächeln. Er ist eigentlich gelernter Industriemechaniker, das Material Holz hat aber schon in seiner Kindheit immer eine Rolle gespielt – jetzt ist er zu seinen Wurzeln …

Ein Blick ins Düstere: Kasseler Fotograf Dennis Steinberg

    Es in ein Morgen im November. Es ist kalt am Bühl in Ahnatal-Weimar, Nebel wabert über den eisgrauen See. Ein durchtrainiertes Männermodel steht nur in Unterwäsche bekleidet am Ufer, watet auf das Kommando von Fotograf Dennis Steinberg langsam in das kalte Wasser – hinein in den Nebel. So entsteht eine Fotoreihe mystisch anmutender Aufnahmen, die Steinberg später auf seinem Instagram-Account darkphotosde veröffentlichen wird. Dort gibt es noch weitere außergewöhnliche Motive. Teilweise sind die Models mit Blut beschmiert, stehen allein und verloren im Wald oder tragen einen Vogelkäfig auf dem Kopf. Die Bilder wirken auf den ersten Blick düster, …

Nicht nur eine ruhige Kugel schieben: Auf eine Partie Pétanque mit den Rumkuglern

Die Sneaker scharren in einer runden Bewegung über den Schotter vor dem Marmorbad an der Orangerie. Zuerst wird der Wurfkreis markiert, dann das Schweinchen geworfen – aber nicht weiter als zehn Meter. Und schon kann die Partie beginnen. Es wird gelegt, wenn es passt auch geschossen. Die eigene Kugel muss schließlich so nah wie möglich ans Schweinchen, damit es Punkte gibt. Die Rede ist von Pétanque, einem Boule-Spiel aus Frankreich, die Zielkugel wird Schweinchen genannt. Aus dem Toskana-Urlaub kennt man vielleicht eher Boccia, die italienische Variante des Spiels.     „Pétanque ist ein sehr faires Spiel, das eigentlich jeder spielen …

Kulturgut und gute Kultur – Markus Knierim und das Theaterstübchen

Kassel ist Kunst. Kassel ist Kultur. Kassel ist aber eben auch Jazz-Metropole. In Markus Knierims Theaterstübchen spielten schon Größen wie Ron Carter, Joshua Redman und Till Brönner. Knierim muss schon lange keine Anfragen mehr an Künstler schicken, sie wollen in seinem Theaterstübchen spielen. Bis dahin war es aber ein langer Weg. Und wenn sein Club nicht in Kassel existieren würde, könnte sich Markus Knierim sein Theaterstübchen in seiner jetzigen Form in Los Angeles vorstellen – rein hypothetisch natürlich. Steigt man allerdings die Stufen hinab ins Theaterstübchen, ist das Licht gedimmt, das Mobiliar schlicht, klassisch, schwarz und man könnte gerade auch …

Mit viel Nostalgie und dem Hessencourrier durch Nordhessen

Schneller, höher, weiter. Mal eben um die Welt fliegen? Kein Problem. Im Zug Mails beantworten? Ganz normal. Immer schneller und bequemer reisen wir von A nach B. Es wird Zeit, mal wieder einen Gang zurückzuschalten. Nimmt man zum Beispiel die 33,4 Kilometer lange Fahrt mit dem Hessencourrier von Kassel nach Naumburg auf sich, sitzt man zwar in einem Abteil, das von einer 750 PS starken Dampflok gezogen wird, man fährt aber nie schneller als 50 km/h. Geht man durch das Abteil, kann man sich gut vorstellen, wie hier früher gut gekleidete Männer und feine Damen gesessen haben und in die …

Kreatives Handwerk: Tätowierer Stefan Schumitz

Der Reiz meiner Arbeit: Besteht darin, jeden Tag etwas Neues zu verfassen, zu kreieren und zu lernen. Mein schönstes/coolstes/außergewöhnlichstes Projekt: Jede einzelne Arbeit ist für mich ein Lieblingsobjekt – da ich bei meiner Klientel absolutes Vertrauen genieße und ich nahezu freie Hand bei der Ausarbeitung von Projekten habe. Das nervt manchmal: Gefährliches Halbwissen und fehlendes, selbstständiges Denken. Ist aber ein gesellschaftliches Problem. Das möchte ich nie machen müssen: Etwas anderes! Mein größter Traum: Den lebe ich jeden Tag im Shop und ansonsten mit meiner Familie. Ohne die Loyalität der Menschen um mich herum und das Vertrauen der Menschen, die sich von …

Felix Römer: Poet und Popstar der Poetry Slam-Szene

In der Poetry Slam-Szene ist Felix Römer bekannt wie kaum ein anderer, auch in der Region. Der gebürtige Marburger wurde 2006 selbst deutscher Vizemeister im Poetry Slam, begann seine Slam-Karriere während seines Studiums in Freiburg mit einem Gedicht über ein kiffendes Kamel. „Ich hab das Gedicht sieben Mal bei den Slams vorgetragen, bin sieben Mal Dritter geworden. Mein Ziel war es auch gar nicht, zu gewinnen“, erzählt der 39-jährige Wahlberliner. In seinem Buch „Verhinderter Held. Mach doch! Aber wenn nicht, halt die Fresse“ finden sich lyrische Alltagsbewältigungen, die emotional, amüsant und liebenswert sind. Jeder erkennt sich in dem ein oder anderem …

Juwel aus der Nachkriegszeit: Die Ekstase Bar

Für Nachtschwärmer gab es im Kassel der Nachkriegszeit eigentlich nur eine Anlaufstelle. Zu später Stunde ging es in die „Melodie Bar“, später Ekstase Bar – bis in die 90er Jahre. 34 Das Magazin hat herausgefunden, dass die Einrichtung über Jahrzehnte hinter längst verschlossenen Türen erhalten geblieben ist. Nicht nur älteren Herren öffnen wir ein Fenster in die Vergangenheit. Da werden Erinnerungen wach… Es gibt Momente, da traut man seinen Augen nicht. In den 90er Jahren wurde die Ekstase Bar neben der Volksbank Kassel-Göttingen geschlossen. Seitdem hatte das Inventar ungestört hinter verschlossenen Türen vor sich hingeschlummert – erinnert irgendwie an das …

Kreatives Handwerk: Blumenhandwerk Tetta Knoll

Der Reiz meiner Arbeit: Immer wieder anderes kreieren. Die Herausforderung daran. Mein schönstes/coolstes/außergewöhnlichstes Projekt: Jedes Projekt steht für sich. Das nervt manchmal: Menschen, die mir schon morgens mit ihrer negativen Einstellung den Tag versauen. Das möchte ich nie machen müssen: Acht Stunden am Tag im Büro sitzen – da würde ich mich eingesperrt fühlen. Mein größter Traum: Ich habe noch so viele Träume, da reicht als Selbstständige die Zeit nicht für aus. Mein erstes Projekt: Blumenschmuck für eine Hochzeitsmesse in Bad Arolsen. www.tettaknoll.de

Kreatives Handwerk: „Archie“ Neurath von Cassel Choppers

Der Reiz meiner Arbeit: Coole Menschen. Die auch offen für neue Sachen sind. Mein schönstes/coolstes/außergewöhnlichstes Projekt: Meine eigenen. Die Leute bekommen das, was ich gut finde. Das nervt manchmal: Langweilige Menschen und Motorräder. Das möchte ich nie machen müssen: Die Arbeiten eines Krankenpflegers. Mein größter Traum: Hab ich nicht! Mein erstes Projekt: Das Motorrad meiner Ex-Frau umgebaut. Das war zu gewöhnlich, sah zu sehr nach „von der Stange“ aus. Mit dem Laden des Beitrags akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Instagram.Mehr erfahren Beitrag laden Instagram-Beiträge immer entsperren