Stefan Reuß: Politiker, Schiedsrichter und Fußballfunktionär

Rainer Hahne Harry Soremski
Stefan G. Reuß ist Präsident des Hessischen Fußballverbandes. Foto: SoremskiStefan G. Reuß ist Präsident des Hessischen Fußballverbandes.

Seit 40 Jahren ist Stefan Reuß eng mit dem Fußball verbunden. Als Verteidiger hat der Landrat des Werra-Meißner-Kreises bei der Spielgemeinschaft Meißner erste Erfahrungen gesammelt. „Dann habe ich mich allmählich nach vorne geschoben und im Sturm gespielt“, lacht der 48-Jährige.

Nach vorn geschoben hat er sich auch als Politiker, Schiedsrichter und Fußballfunktionär. „Mit 18 Jahren war ich der jüngste Schiedsrichter in der Bezirksliga. Gepfiffen habe ich bis einschließlich Regionalliga. Das war damals die 3. Liga. In der 2. Bundesliga war ich Assistent“, schaut er gern zurück. Mittlerweile ist Stefan Reuß dort, wo er fast zwangsläufig landen musste, nachdem er über den Verbandsschiedsrichterausschuss im Präsidium des Hessichen Fußballverbandes (HFV) angekommen war. Nach jahrelanger Tätigkeit als Pressewart und Schatzmeister wurde er Präsident des HFV und löste den langjährigen Vorsitzenden Rolf Hocke ab. Auf den Präsidenten Stefan Reuß können sich vor allem die Fußballamateure freuen, denn Reuß kennt ihre Probleme in- und auswendig, war sogar acht Jahre als Schriftführer des SV Velmeden aktiv. Jetzt spielen seine Kinder Fußball.

Die wohl spannendste Aussage des neuen Präsidenten wird die Vereine der Königsklasse der Amateure interessieren – die Regionalligisten: „Wenn ich Meister werde, muss der sportliche Erfolg durch den Aufstieg gekrönt werden. Das ist die Grundidee des Fußballs. Das muss auch für die Regionalliga gelten.“
Tut sie aber nicht. Stattdessen wird in fünf Ligen vor teilweise peinlichen Kulissen gespielt. „Dort wurde von allen schlechten Lösungsmöglichkeiten die beste ausgewählt“, urteilt Reuß und weiß ganz genau: „Darüber werden wir noch viel diskutieren müssen. Und insbesondere müssen wir die Vereine einbinden.“ Das gelte übrigens für Vereine aller Spielklassen, betont er: „Der HFV muss für alle da sein. Und durch die Vereine die Familien komplett für sich gewinnen.“

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