MT-Melsungen Spieler Michael Allendorf: Eheleben ist nicht immer einfach

Thomas Lange Harry Soremski

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Eheleben ist nicht immer einfach. Doch wenn er Handballprofi und sie angehende Lehrerin ist, gibt’s noch mehr Zeitprobleme als in „normalen“ Ehen. Doch warum profitiert davon Hund Frida?

Die Wohnung ist blitzsauber. An den Wänden hängen Urlaubsschnappschüsse, Musik aus hochwertigen Markenlautsprechern erfüllt dezent den Raum. Die großzügige Wohnung in Kassels Vorderem Westen mit Blick auf den Park der Beckett-Anlage ist wie gemacht für ein junges, verliebtes Ehepaar. In diesem urbanen Idyll wohnen und leben Natalie und Michael Allendorf (beide 29) zusammen mit Labrador Frida. Sie, angehende Lehrerin, er, Handball-Profi der MT-Melsungen und Nationalspieler. Gemeinsam versuchen sie Lehrer-Ausbildung, Profi-Dasein und Eheleben unter einen Hut zu bekommen. Keine einfache Aufgabe: Kommt sie aus der Schule, geht er zum Training. Und: „Wenn meine Sommerferien starten, beginnt Michael mit der Saisonvorbereitung“, erklärt Natalie Allendorf.

Wenn es abends gelingt gemeinsame Zeit zu verbringen, entspannt das Paar: Selbst gekocht wird selten, eher steht ein Ausflug zum Spanier „El Erni“ oder in die Bar „Kokotao“ an. „In unserem Kühlschrank finden sich meist nur ausreichend Zutaten für´s Frühstück“, lacht der sympathische Heppenheimer, der vor sechs Jahren aus Wetzlar zur MT nach Nordhessen wechselte. Sie kam aus Münster – mittlerweile sind beide in Kassel heimisch geworden. Sie wird derzeit Lehrerin an der IGS Niestetal, er studiert nebenbei an der Fern-Uni Sportmanagement. Beide sind sich einig: „In Kassel langfristig zu bleiben – das wäre toll.“ Die Stadt habe so viel zu bieten, sagen sie.

Seit die Allendorfs Hund Frida haben, erkunden sie Stadt und Region noch intensiver: Bergpark, Aue, Fulda, Goetheanlage – alles wunderbare Gegenden. Dazu
komme das Nachtleben: „Wenn es passt gehen wir gerne weg; ob ins Fes, auf die Friedrich-Ebert-Straße oder ‘einfach in ein Restaurant.“ Doch es passt nicht häufig. Der Spagat zwischen Privat- und Berufsleben ist nicht einfach. Wenigstens Hund Frida profitiert von den unterschiedlichen Tagesrhythmen: „So ist meist jemand da, der mit ihr spielen oder Gassi gehen kann“, lacht Natalie Allendorf.

Fotos: Soremski

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