Kasseler Kreationen für die Modewelt

Nadja Feldle Harry Soremski

Die Feuerwehr in Hongkong trägt sie. Ebenso Einsatzkräfte in Europa, Australien und Asien – Schutzbekleidung, die in Kassel entwickelt wurde. „Es gibt nichts, was wir nicht machen. Wir besetzen eine Nische, die es in Deutschland so nicht oft gibt“, erklärt Josef Koch von JOKO design + dienstleistung den Erfolg seines Unternehmens.

Neben Schutz- und Arbeitsbekleidung entwickeln und produzieren Josef Koch und sein Team Designs für die internationale Modewelt.


„Wir gestalten jeden Tag etwas Neues.“                              Frauke und Josef Koch

„Firmen können auf uns zukommen. Ihre Vorstellungen und Ideen werden bei uns in tragbare Schnittmuster umgewandelt. Erstmuster und Prototypen entstehen bei uns im Haus und in Teilen produzieren wir auch selbst. Wir machen alles, was unter die Nähmaschine passt“, so Koch, der in Hünfeld geboren wurde und eigentlich gelernter Maschinenschlosser ist.
Der heute 60-Jährige ging nach der Ausbildung zur Bundeswehr, war dort lange Jahre Fahrlehrer, bis er schließlich mehr wollte – schneidern und Mode machen.

„Ich wurde für verrückt erklärt. Doch dies hielt mich nicht davon ab, eine Schneiderlehre zu absolvieren und die Modeschule zu besuchen. Ich wusste: Das ist mein Beruf, mein Handwerk. Mit viel Glück hat alles gut funktioniert.“

Einige Jahre arbeitete er als Modellmacher für namhafte Designer wie Karl Lagerfeld, Pierre Cardin und Daniel Hechter, überwachte Produktionen im In- und Ausland, bevor er sich schließlich mit seinem eigenen Unternehmen selbstständig machte.
2002 in Kassel-Niederzwehren gegründet, entwickelte sich und wuchs JOKO design stetig und blieb im Kasseler Stadtteil.

„Wir sind mit Niederzwehren verbunden, arbeiten und leben hier“, verrät Frauke Koch, gebürtige Kasselerin, die ihren Mann seit 16 Jahren in der Firma im kaufmännischen Bereich begleitet.
Auf dem ehemaligen Kasernengelände in der Johann-Sebastian-Bach-Straße arbeiten mittlerweile 18 Angestellte, darunter Modellmacher, Schneiderinnen und Direktricen, am dem weltweiten Erfolg von JOKO design.

„Wir haben auf der ganzen Welt Kunden, die wir unterstützen. Nicht Masse sondern Klasse lautet hier die Devise! Wir besetzen und fördern ein aussterbendes Handwerk“, erzählt Josef Koch, der im Unternehmen auch Modeschneider ausbildet und ergänzt: „Das ganze Leben besteht aus einer Ausbildung. Wir und unser Team kreieren jeden Tag etwas Neues, erschaffen und entwickeln neue Ideen und setzen sie um.“
Ein Hauptkunde ist schon seit 15 Jahren Manufactum, deren Produkte im Sortiment gekonnt, verantwortungsvoll, ressourcenschonend und sozialverträglich hergestellt werden – wie die Stücke von JOKO design aus Kassel-Niederzwehren.

Daneben kann die Firma auch in jüngster Zeit auf große Erfolge eines Fashion-Labels stolz sein. Gemeinsam mit einem Unternehmen aus Amsterdam arbeitet man intensiv an dem internationalen Erfolg von KASSL editions

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