Felix Römer: Poet und Popstar der Poetry Slam-Szene

Nadja Feldle Harry Soremski

In der Poetry Slam-Szene ist Felix Römer bekannt wie kaum ein anderer, auch in der Region. Der gebürtige Marburger wurde 2006 selbst deutscher Vizemeister im Poetry Slam, begann seine Slam-Karriere während seines Studiums in Freiburg mit einem Gedicht über ein kiffendes Kamel. „Ich hab das Gedicht sieben Mal bei den Slams vorgetragen, bin sieben Mal Dritter geworden. Mein Ziel war es auch gar nicht, zu gewinnen“, erzählt der 39-jährige Wahlberliner. In seinem Buch „Verhinderter Held. Mach doch! Aber wenn nicht, halt die Fresse“ finden sich lyrische Alltagsbewältigungen, die emotional, amüsant und liebenswert sind. Jeder erkennt sich in dem ein oder anderem Stück wieder. Seit acht Jahren organisiert er in und um Kassel die beliebten Slams, findet und fördert Künstler in der Kulturszene. Aufgewachsen in Marburg und Eschwege hat er dennoch eine besondere Beziehung zu Kassel, obwohl er nur für ein knappes Jahr hier lebte. „Das Nordhessische Naturell kommt mir sehr entgegen. Hier ist nicht alles Juhu und Tralala. Hier ist man nicht so extrovertiert und ich bin es – fernab der Bühne – ebenfalls nicht.“ Regelmäßig kommt Römer ins Kasseler Panoptikum, bringt Slammer, Bands und Musiker aus ganz Deutschland mit und feiert die Gedichtkunst auf der Bühne.