Ausstellung über Notendruck im Kasseler Spohr-Museum

„Das Gedicht muss mit abgedruckt werden“ fordert Louis Spohr von seinem Verleger Tobias Haslinger, als er ihm seine neue Sinfonie „Die Weihe der Töne“ zum Druck anbietet. Er fordert sowohl den Druck von Noten als auch von Text. Während die Einführung der beweglichen Lettern den Druck von Texten vergleichsweise einfach machte, blieb der Notendruck kompliziert. Zur Zeit Spohrs kommt hinzu, dass neben den Notenstich nun die Lithografie als preiswerte Alternative tritt, die sich in diesem Bereich letztlich nicht durchsetzt. Doch ob Kupferstich oder Lithografie: die zunehmende Zahl der Druckwerkstätten fördert die Entstehung eines modernen Urheberrechts, um Komponisten und Verleger vor Nachdrucken zu schützen. Die Ausstellung im Kasseler Spohr-Museum (bis 26. Februar 2018, Südflügel Kulturbahnhof) präsentiert eine Stangenpresse und Lithografiesteine für den Notendruck genauso wie Werkzeug für den Notenstich.