Adam Szymczyk: „Die documenta hat die Aufgabe, politisch zu sein“

Victor Deutsch Harry Soremski
Der Künstlerische Leiter der documenta 14: Adam Szymczyk. Der Künstlerische Leiter der documenta 14: Adam Szymczyk.

Die documenta 14 hat am 8. April in Athen ihre Türen für das kunstinteressierte Publikum aus aller Welt geöffnet. Bei einem Eröffnungsakt mit vielen politischen Anklängen am neben Kassel zweiten Standort der weltweit bedeutendsten Ausstellung moderner Kunst, hoben der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der griechische Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos die Bedeutung des griechischen Kulturerbes für Europa und die Zukunft Europas hervor. Die von Adam Szymczyk erstmals für die beiden Standorte Kassel und Athen konzipierte documenta 14 wird für 100 Tage in Athen zu Gast sein und am 10. Juni 2017 in Kassel eröffnet. „Die documenta hat die Aufgabe, politisch zu sein“, sagte er. Und sie stelle die Frage, was mit der Freiheit sei, die sich nicht nur auf die künstlerische Freiheit beziehe.

Die Besucher der documenta 14 möchte Szymczyk vom passiven Kunst-Konsum weg und hin zur aktiven Teilnahme anregen. „Wir wollen Besucher ermutigen, es so zu sehen, dass der Kauf des Tickets sie zu mehr berechtigt, als sich nur Kunstwerke anzuschauen. In diesem Sinne wünsche ich mir, dass sich die Besucher auch als ein Teil des Projekts und nicht nur als Zuschauer verstehen. Es birgt ja ein weitgehend ungenutztes Potenzial, wenn viele Menschen für eine große Ausstellung zusammenkommen − ein politisches Potenzial.“ Dafür verspricht der documenta-Chef in Kassel wie Athen „einige wirklich großartige, geistig anregende Kunstwerke“, die erstmals zu sehen sein werden.

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